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Über

Hallo Zusammen!

In diesem Weblog wird primär über das Geschehen in der Fußballwelt berichtet –sicherlich teilweise subjektiv durch meine königsblaue Brille- aber auch objektiv über das Geschehen Abseits des Stadions. Natürlich sollen die Berichte über de Fahrten zu Fußballspielen nicht zu kurz kommen.

Aber warum blogge ich?

Mein Name ist Malte. Ich wohne im beschaulichen, otwestfälischen Spenge. Seit Oktober 2007 studiere ich an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld. Im Rahmen des Studiengangs „Medienkommunikation und Journalismus“ ist es unsere Aufgabe, sich aktiv mit dem „Web 2.0“ auseinanderzusetzen und es zu gestalten.

Alter: 34
aus: 32139 Spenge
 
Universität: Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) in Bielefeld

Mehr über mich...

Ich glaube...:
an mich selbst, den Verstand der Menschen und nicht an Gott!

Ich liebe...:
Pasta, schöne Abende mit den Liebsten, Stadionbesuche



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Blog

Diagnose: Derby!

Die Gedanken sind nur auf das Eine fixiert. Die Nerven spannen sich zig Tage vorher an. Die Vorfreude bestimmt bei mir "infizierten" das Tagesgeschehen. Schlafen kann ich auch nicht mehr vernünftig. Ich sollte zum Arzt. Aber warum? Wegen einer Erscheinung, die selten mehr als zwei mal im Jahr auftritt? Nein. Dass ich verrückt bin, weiss ich. Dass ich nicht unter einer fiebrigen Erkältung leide, weiss ich auch. Ich bin bereit für das Aufeinandertreffen der Kult-Clubs aus dem Revier - Ja, ich bin im Derbyfieber!

Für mich ist die Schmach von 2007 noch nicht vergessen. Ich habe noch das Bild vor den Augen, als nach unserem Sieg gegen Arminia Bielefeld das von BxB-Anhängern gecharterte Flugzeug mit der Banneraufschrift "Ein Leben lang keine Schale in der Hand" über der Arena kreiste. Verspottet wurden wir von den Schwarz-Gelben aus Lüdenscheid. Dazu habe ich das Spiel vor Augen, in dem unsere blau weissen Götter die Meisterschaft verspielten (obwohl das schon einen Spieltag vorher in Bochum geschah).

Aber warum sollte mich das noch nerven?

Die besten Tage hat der Ballsportverein aus dem Osten des Ruhrgebiets lange hinter sich. Seit Jahren eilen meine Knappen von Derbysieg zu Derbysieg - bis auf wenige Ausnahmen.

Es ist an der Zeit, den Kartoffelkäfern wieder zu zeigen, wer die Nummer Eins im Revier ist!

Ja, ich freue mich auf den kommenden Samstag.

Und: Ja, ich gehe zum Arzt. Diagnose: Fussballgeilheit und Derbyfieber.

8.9.08 14:42


Manchmal Feiern, manchmal Leiden, Schalker haben keine Wahl!

Was war man in Gelsenkirchen optimistisch: Spieler von hoher Qualität wurden verpflichtet, ein neuer Trainer sollte frischen Wind ins Schalker Umfeld bringen und die Championsleague sollte erreicht werden. Zumindest die CL-Qualifikation kann man ad acta legen – statt Mailand könnte es Moskau heißen, statt Arsenal könnte es Artmedia heißen. Aber was soll man machen? Natürlich wird sich ein Schalker Tross wieder den Auswärtsfahrten widmen.
Ob die peinliche, weil vollkommen unnötige 0:4 Niederlage –man spielte vollkommen unter seinen Möglichkeiten-  bei Atletico Madrid die Aufbruchstimmung zum Abbruch oder zumindest zur Stagnation bringen wird, sollte das heutige Derby gegen die Nachbarn aus Bochum zeigen. Ich möchte mich nicht in Phrasen verlieren, aber eine „Trotz-Reaktion“ muss kommen. Schließlich steht nach der Länderspielpause das nächste Derby an. Ausgerechnet bei den wieder aufstrebenden schwarz-gelben aus Doofmund.
Nur Erfolge können das Schalker Selbstvertrauen wieder stärken. Dazu sollten spätestens beim BxB-Spiel die Spieler Farfan, Engelaar und Jones, sowie Neuer und Kristajic wieder topfit sein.
Trainer Fred Rutten ist Erfahren genug, diese Baustellen zu schließen. Er wird seine Mannschaft wieder auf den richtigen Weg führen.
Doch eines ist Gewiss: Bei dem niemals ruhenden Schalker Umfeld kann es leicht wieder zur schlechten Stimmung kommen. Deswegen machen mir Meldungen, wonach der FC Schalke vor sieben Jahren bei einem Spielertransfer Geld hinterzogen haben soll, Angst. Doch da erfahrene Kaufleute beim S 04 arbeiten, wird sich die Sache im Rauch von Rudi Assauers Zigarren auflösen, der angeblich ebenfalls beschuldigt wird.
Also: Zigarre aus, Brandherde ersticken und konzentriert weiterarbeiten.

Wie heißt es in einem Lied: "Mal ganz oben, mal tief unten, mancher Spieltag wird zur Qual - manchmal Feiern, manchmal Leiden - Schalker haben keine Wahl" 

Ja, so scheint es zu sein. 

Das beste Mittel dagegen: Siege! Erst gegen Bochum, dann gegen den Erzrivalen!

30.8.08 09:27


Rafinhas rosige Rückkehr

Die Flamme ist erloschen, der Ärger vergessen, die Klage ist eingereicht! Nachdem Außenverteidiger Rafinha mit der brasilianischen Selecao in Peking die olympische Bronzemedaille gewann, kehrte er am heutigen Montag zurück zu seinem Arbeitgeber Schalke 04. Dieser ist wegen der aktuellen Verletzungsmisere sehr glücklich, das Rafinha unbeschadet von den Sommerspielen zurückkehrte. Trotz Drohungen, Rafinha wegen seines Vertragsbruchs zu sanktionieren, steht er im Kader für das CL-Quali-Rückspiel bei Atletico Madrid. Erst nach dem Spiel will man sich mit dem quirligen Rechtsfuß und seinem Berater zusammensetzen. Doch ist diese Vorgehensweise richtig? Ja. Man schließt Sanktionen gegen Rafinha nicht aus, wartet das Urteil des CAS (man klagte gegen den brasilianischen Fußballverband CBF) ab und wahrt die Chance auf die erfolgreiche Championsleague Qualifikation. So demonstriert der FC Schalke Größe gegenüber Rafinha – denn auch im Ruhrgebiet weiß man, das der erst 22-jährige enorm unter Druck gesetzt wurde.

Ob sich diese Strategie bezahlt macht –man erwartet eine Mehreinnahme von ca. 15 Millionen Euro im Vergleich zum weniger attraktiven UEFA Cup- wird man Mittwochabend gegen 23 Uhr sehen.

Auch wenn man nicht bei Atletico Madrid siegt, gewonnen hat man gegenüber Rafinha, der FIFA und dem brasilianischen Verband.

 

25.8.08 16:40


Was zur Musik!

Jetzt muß ich mal meinen Senf über die Emotionen beim Onkelz-Abschiedsfestival "Vaya con tioz" loswerden - Es ist zwar schon 3 Jahre her, aber es lohnt sich!

Was macht man, um eine der umstrittensten, jedoch erfolgreichsten Rockbands Deutschlands zu verabschieden? Richtig, ein Festival. Aber nicht irgendeins – nein, das wäre zu einfach. Zu wenig. Zu normal. Zu normal für eine Band, die 25 Jahre in den Schlagzeilen stand, mehr negativ, als positiv, aber dennoch eine der größten Fangemeinden besitzt. Ja, die Rede ist von den Böhsen Onkelz.
Also: Man lädt sich einige europäische „Headliner“ ein, um selbst noch größer zu erscheinen. Dazu noch eine Art Kirmes für die Fans. Mit Bungeejumping. Hier und da noch einige Festzelte mit Coverbands. Und nebenbei noch eine riesige Dragster-Show. Schon steht das Event. Übertrieben? Nein. Eher Passend. Gebührend.
Natürlich kann ich bei diesem letzten Auftritt der Frankfurter Band nicht fehlen. Diesem letzten Auftritt? Genau gesagt, den letzten beiden – man muss schließlich die Hits zusammenfassen können – also geben die Hessen Freitags und Samstags ihre letzten Gigs.
Tag Eins. Die zahlreichen Vorbands für den ersten Auftritt der Onkelz halten, was sie versprechen. Motorhead oder Subseven sind schließlich keine Neulinge in diesem Geschäft. Bei Bier und gutem Rock ’n’ Roll stimmt man sich auf das Mainevent ein. Die hochsommerlichen Temperaturen tragen das euphorische Gefühl weiter.
Es wird dunkel. Die riesige Bühne steht im Abendrot. Der Konzertplatz füllt sich langsam mit seinen 125 000 Fans. Das Intro beginnt. Das Konzert aus einem stillen Eckchen betrachten? Fehlgeschlagen. Die Reibeisenstimme von Sänger Kevin Russel und die Solos von Gitarrist Matthias „Gonzo“ Röhr verführen zum mitrocken. Ein Klassiker jagt den Nächsten. Es ist schwer, dabei gelassen zu bleiben. Wenig später packt mich das Gefühl, und ich mache das, was auf einem Rockkonzert verlangt wird: Singen (was sich bei mir eher nach trällern oder schreien anhört), Klatschen, Hüpfen und Schubsen. Ja, ich „poge“.
Nach 2,5 Stunden Rockspektakel ist das erste Konzert zu Ende. Voller blauer Flecken, einer aufgeplatzten Lippe und geschätzten 5 Litern Flüssigkeitsverlust geht’s zurück ins Zelt. Der Schlaf, sofern ich ihn bekommen werde, wird sicher der Erholung dienen.
Tag Zwei. Die Sonne strahlt über der Lausitz, als wolle sie sagen: „Freut Euch, es gibt noch ein Konzert – das Konzert!“ Ich hege Zweifel. Soll ich weinen, da es das letzte Konzert ist, oder eher Lachen, weil immerhin noch ein Konzert veranstaltet wird? Bei Bier und Bratwurst diskutieren wir sowohl über den vergangenen Tag, als auch über den heutigen.
Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Konzertplatz. Wir sind nicht gewillt, die Auftritte von J.B.O. und Pro Pain zu verpassen. Auf dem Weg sieht man viele Menschen, denen die Feierlichkeiten der letzten Tage ins Gesicht geschrieben stehen.
Nach erfolgreichen Auftritten der Vorbands beginnt das Kribbeln im Bauch – noch mal alles geben. Die Prellungen vergessen. Egal. Das Intro beginnt und mit einem Tempo werde ich von 2 Meter großen Hühnen durch den Mischpott geschleudert. Natürlich habe ich bei der Wärme mein T-Shirt lange ausgezogen. Die Onkelz heizen die Massen wieder ein. Vergessen die Prellungen und die aufgeplatzte Lippe. Vergessen? Nein. Die „blauen Flecken“ werden sicher nicht weniger, und zu der Lippe gesellt sich eine blutige Nase. Aber egal. That’s Rock’n’Roll.
Während die Band einige Balladen spielt, drängel ich mich zum Getränkestand um meinen Wasservorrat aufzufüllen. Dabei unterhalte ich mich mit einer Gruppe, die aus Afghanen und Engländern besteht. Auf die Frage, warum sie bei diesem Konzert seien, entgegnen sie: „We are part of the last Onkelz-Show“. Leider kann ich die Kraft der Betonungen, die eindeutig auf „Part“ und „Onkelz“ liegen, hier nicht wiedergeben. Dennoch wurde mir in diesem Augenblick eines klar. Ein Lebensabschnitt geht dem Ende zu. Eine Band, die mir und sicher vielen anderen oft von der Seele gesprochen hat, verabschiedet sich. Also weiter. Weiter rein, nach vorne, um sich die letzten „blauen Flecken“ zu ergattern.
Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit dröhnt die letzte Ansage des Bandleaders und Bassisten Stephan Weidner durch die Boxen. Er bekräftigt noch einmal, nicht als „Rock-Opa“ enden zu wollen und am Gipfel des Berges aufhören zu wollen. Ich umarme mich mit Menschen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte.

Das letzte Lied, „Ihr hättet es wissen müssen“, eine Ballade zum Abschied der Band, bringt viele Menschen dazu, ihre Emotionen freien Lauf zu lassen. „Manchmal hat ein Jahr zwölf Stunden, ein Tag nur zehn Sekunden – wir nehmen unseren Hut, alles wird gut “, heißt es in dieser Ballade. Man hätte es nicht treffender Ausdrücken können. Ereignisreiche, gut durchdachte, aber vor allem emotionale Tage gehen zu Ende. „Vaya con tioz“, so das Motto des Festivals, passt. Denn ich gehe auch. Ich gehe, erschöpft, traurig, leer, in mein Zelt, genehmige mir noch einige Festivalgetränke und schlafe. Adios.

7.8.08 14:16


Fußball ist Kopfsache - wem hilft die Entscheidung des CAS?

Wie ich schon vor Tagen an diese Stelle spekuliert habe, hilft die heute verkündete Entscheidung über die Abstellung der Profis zu Olympia niemendem weiter!

Durch das Katz-und-Maus-Spiel der FIFA wurde zwar Zeit rausgeholt, jedoch hat die FIFA kein Recht erhalten.

Die Entsheidung des CAS (Court Of Arbitration For Sport/Internationaler Sportgerichtshof), das durch die nicht-aufnahme der olympischen Spiele in den FIFA-Jahresterminkalender keine Absellungspflicht sowohl für U23, als auch für Spieler, die älter als 23 Jahr sind, besteht, kam eindeutig zu spät.

Schalke, Bremen und Berlin aus der Bundesliga sowie der FC Barcelona haben sich nun für eine gemeinamen Bedingungskatalog entschlossen:

"Schalke und Bremen äußerten sich bis Mittwochnachmittag nicht zum CAS-Entscheid und die weitere Vorgehensweise. Folgende Bedingungen wollen die Klubs offenbar an die jeweiligen Verbände stellen: Die Verbände sollen für die Zeit der Abstellung die Gehälter der Spieler übernehmen, eine zusätzliche Abstellungsgebühr entrichten und zudem eine Unfallversicherung für die Spieler abschließen." (RevierSportOnline, 6.08.08)

 Gewinner sind eindeutig die Spieler, die ich eigenmächtig auf den Weg nach Asien machten, um Ihren Traum in Erfüllung gehen zu lassen.
Man muß den betroffeen Spiele allerdings zu Gute halten, das sie von der FIFA zunächst bevorteilt wurden (durch "Machtwörter" selbstdarstellerischer Präsidenten) und duch deneweiligen Landesverband unter Druck gesetzt wurden.

Nur, wenn die Bedingungen der Vereine erfüllt werden, ist von Gerechtigkeit zusprechen. Denn Spieler, die jetzt gegen ihren Willen zurück zum jeweiligen Club bestellt werden, bringen sicher keine Höchstleistungen in den nächsten Woche.

Fußball ist halt immer auch Kopfsache!

 

 

 

6.8.08 18:08


NEVER ENDING OLYMPIC STORY

oder: Wie verwirklicht ein 22-jähriger seinen Traum?

 

Ja, es hat sich abgezeichnet. Rafinha, Schalker Rechtsverteidiger, hat die Abfahrt ins österreichische Stegersbach absichtlich verpast. Stattdessen möchte er mit der brasilianischen Fußballnationalmannschaft nach Peking, um dort an den olympischen Spielen teilzunehmen.

 Doch darf ein junger Mann, wie Rafinha es ist, sich gegen alle Absprachen durchsetzen? Nein! Am Wochenende wurde noch geklärt, das für die Vereine keine Abstellungspflicht der Spieler, seien sie unter oder über 23 Jahre alt, besteht. S04-Manager Andreas Müller und Trainer Fred Rutten hatten dies Rafinha mehrmals signalisiert.

Doch das brasilianische Schlitzohr konnte nicht hören. Ohnehin hat sich sein Verhalten seit dem Wechsel des Beraters verändert.

Will "Raffi" so seinen Abgang vorbereiten?

Ich denke, leider, ja. Schon vor Wochen wurden dem Ausnahmeverteidiger Kontakte zu großen europäischen Clubs nachgewiesen.

Jetzt kommt es, wie es kommen muß: Strafe. Abmahnung? Geldstrafe? Suspendierung? Alles scheint möglich.

Die DFL wird nun prüfen, ob es möglich ist, den Spieler für das olympische Turnier zu sperren.

So oder so: Verlierer wird Rafinha sein, der mit seinen 22 Jahren schon viel Negativschlagzeilen verursacht hat.

 

21.7.08 17:23


Der Ball ist rund!

..und das wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern!

Voller Vorfreude auf die kommende Saison habe ich natürlich wieder bei der Dauerkarte für die Nordkurve zugeschlagen. Leider wechsel ich mich mit Marcel, einem Freund, ab, da ich mich ab September im Praktikum befinde. Werde dann ab und zu am Wochenende arbeiten müssen - sei es bei der RevierSport oder beim Medienbüro 24/7.

Also, auch wenn ich in dieser Saison nicht -wie letztes Jahr 27 Pflichtspiele- der Schalker live verfolgen kann, werde ich mir den ei oder anderen Stadionbesuch nicht entgehen lassen. Los gehts wahrscheinlich zur 1. DFB-Pokalrunde nach Homburg, in den Süden Deutschlands. Wir überlegen, dort zu nächtigen und erst Sonntags zurückzukehren. Man(n) möchte ja auch ein wenig Kultur in der Saarpfalz erhaschen!

Auch die Auswärts(-dauer)karte werde ich mir diese Saison nicht gönnen. Bestellt sind erstmal 9 Spiele: Doofmund, Hamburg, Hoffenheim, Karlsruhe, Leverkusen, Bochum, Köln, Gladbach, München. 

Als Student muß man schließlich auf seine Taler achten.

So, jetzt bin ich erstmal weg. We aus dem www, in der Natur. Es steht Lauftraining an.

 

 

 

19.7.08 10:54


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